Kirche

Der Grundriss und die herrliche Raumwirkung der Kirche lassen erkennen, dass der Baumeister sein Handwerk trefflich verstanden hat. Es handelt sich dabei mit großer Wahrscheinlichkeit um den Schwiegersohn von Matthias Weißenbeck, Franz Anton Pilgram.

Außenbau:
Abseits der Hauptstraße von Oggau steht weithin sichtbar und das Ortsbild prägend die nach Osten ausgerichtete Pfarrkirche.

Den einheitlichen Barockbau mit dem gedrungenen, einschiffigen Langhaus mit abgewalmten Satteldach überragt ein zweigeschossiger, 36 m hoher Turm. Der mansardenförmige Turm ist mit Kupferblech gedeckt.

Innenbau:
Durch das Hauptportal an der Westfront oder den nördlichen Anbau betritt man die niedrige, kreuzgratgewölbte Turmvorhalle. Südlich davon liegt, einige Stufen tiefer, die Taufkapelle.
Die Gesamtlänge der Kirche beträgt 29 m.

Matthias Weißenbeck, ein gebürtiger Oggauer, der als Waisenkind nach Wien kam und es dort als Kaufmann zu großem Reichtum brachte, finanzierte den Bau der Barockkirche (1727 bis 1731) - das Schmuckstück der Oggauer Pfarre.

Die Oggauer Kirche kann man getrost als "Dorfkathedrale" bezeichnen. Die Harmonie der Linien und Formen und die großartigen Proportionen der Bauelemente verleihen der Kirche eine erhabene Schönheit und bezeugen das Können des Planers, wahrscheinlich der bedeutende Landschaftsbaumeister Franz Anton Pilgram, der Schwiegersohn des Mäzens Weißenböck.

Besonders sehenswert sind das Hochaltarbild, die von den 12 Aposteln angebetete Dreifaltigkeit darstellend (um 1690), der wunderschöne Rokokoaltar zu Ehren Maria vom guten Rate (Marienaltar 1764) mit reich geschmücktem Schrein samt Rocailledekor und die Taufkapelle - der Überlieferung nach einziger Rest der alten Kirche - mit Marienstatue (1708). Im Vorraum der Kirche befindet sich ein spätrömischer Grabstein.